Künstler.   Inge Rosnitschek-Schimmel
Vita

Geboren 1949 in Geretsried bei München

„DIE NATUR“ – sie begeistert mich seit meiner Kindheit, als ich begann, sie staunend wahrzunehmen, zu erkunden.
Fasziniert von ihrer unfassbaren Vielfalt und erstaunlichen Anpassungsfähigkeit an eine Welt, die sich in einer allmählichen, aber stetigen Veränderung befindet, bemühte ich mich später als Wissenschaftlerin biologischen Fragestellungen nachzugehen, Zusammenhänge zu erforschen, konkrete Antworten zu finden, die allerdings oft neue, weiterführende Fragen aufwerfen.
Jedoch ist es mir auch sehr wichtig, auf einer anderen Ebene von „IHR“ zu erzählen – nicht nur mit Worten sondern auch in Bildern: von ihrer Schönheit, ihrer komplexen Vernetzung aller Teile, ihrer Unbestechlichkeit, aber auch ihrer Verletzlichkeit und Gefährdung – vor allem durch das Wirken des „Homo sapiens“.

1969 – 1984 So studierte ich Biologie an der LMU in München (Diplom, Dr. rer. nat.), arbeitete anschließend in der Forschung (Max Planck Institut für Zellbiologie in Wilhelmshaven) bzw. in Forschung und Lehre (Universität Bayreuth) und publizierte die wissenschaftlichen Ergebnisse in internationalen Fachzeitschriften.

seit 1985 sind wir in der Hersbrucker Gegend ansässig. Ich intensivierte meine bereits bestehenden - autodidaktisch erlernten - künstlerischen und literarischen Aktivitäten, veröffentlichte Lyrik und Prosa (z.T. mit eigenen Illustrationen) in Literaturzeitschriften, Kalendern und Anthologien.
In meinen Zeichnungen und Malereien wird „Natur“ für mich das zentrale Thema: als Landschaft, Lebewesen, Tier (incl. Mensch) und Pflanze - sogar zelluläre und molekulare Bereiche umfassend.
Eine Auswahl der Titel meiner bisherigen (20) Einzelausstellungen deutet die thematischen Schwerpunkte meiner bildnerischen Arbeiten an:

1986 „Herbst“
1992 „Lebensraum Wasser“ / „Aus dem Leben der Schmetterlinge“
1993 „Steinbilder“ / „ Die Realität des Unsichtbaren“
1995 „Streifzug durch die Vielfalt des Lebendigen“
1997 „Einblicke in Gärten“ / „Sehen, ein Tor zur Erkenntnis“
1999 „An-sicht, Ein-Sicht, Aus-Sicht“
2003 „Natur-Verbunden“
2006 „Die Botschaft der Vögel“
2007 „Winterreise“
2009 „Bilder aus der Welt der Vögel“
2010/11 „Überall – doch kaum bemerkt: FLECHTEN“
Malerei, Literatur und manchmal auch Musik gehen in meinem Schaffen des Öfteren eine Verbindung ein und ergänzen sich gegenseitig. Dass mich auch musikalische Inhalte inspirieren, wird besonders deutlich bei meinem Bilderzyklus „Winterreise“, den ich 2007 auf Schloss Henfenfeld ausstellte. Für die Ausstellungseröffnung konnte ich dankenswerterweise zwei Musiker (W. Pöhner, W. Zintl) dafür gewinnen, den gesamten Schubertschen Liederzyklus vorzutragen. Zur Einleitung und zum Ausklang las ich jeweils einen meiner zwei kurzen Prosatexte zum Thema „Winterreise“.

2004 erschien mein Roman „Blindgänger - des Zaunkönigs Botschaft“, dessen Cover ich mit zwei meiner Seidenmalereien gestaltete.

2010
Mein zweiter Roman „namenlos – das Andere Ich“ (Tagebuchaufzeichnungen - Spuren eines anderen Lebens) war Teil meines “Flechtenprojekts“ im Ökologisch Botanischen Garten der Universität Bayreuth (7.11. 10 – 31.1.11). Ich präsentierte im Ausstellungsraum des Hochgebirgsgewächshauses insgesamt 87 Bilder (in unterschiedlichen Techniken) und stellte das Buch erstmals in zwei Lesungen vor. Eine Auswahl dieser Bilder ist Bestandteil des Romans (Vorder- und Rückcover, 23 Farbabbildungen im Textteil, 518 S., Hardcover).

Beteiligung an 15 Gruppenausstellungen mit unterschiedlichster Thematik.
Besonders erwähnenswert sind darunter die Ausstellungen „Moderne Vogelmalerei“ des ornithologischen Museums „Heineanum“ in Halberstadt, an denen ich 2005, 2007 und 2009 mit etlichen meiner Vogelbilder teilnahm.

Ausstellungsorte: u.a. Geretsried, Hersbruck, Altdorf, Nürnberg, Erlangen, Halberstadt und Bayreuth.

Techniken: Aquarell, Seidenmalerei, Zeichnung (Farbstift, Pastell, Kohle, Kreide, Bleistift, Tusche, Mischtechniken).

Mein Gedicht „DANN“ und das damit korrespondierende Bild „Vom Menschen ist nichts mehr zu sehen“ – sie sind ein Beispiel dafür, dass in meiner Person Naturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Malerin miteinander kommunizieren. Was mir als Biologin z. B. angesichts aktueller Entwicklungen Sorgen bereitet, findet dadurch schließlich seinen dichterischen wie auch bildnerischen Ausdruck.

DANN

wenn der Wald violett ist
und die Tannenhäher goldgelb werden,
wenn der grüne Fuchs
die purpurnen Wasserläufer beschleicht,
lässt sich die weißschwarze Sonne
vom Wind auf dem Teiche treiben …
… vom Menschen ist nichts mehr zu sehen.
Fängt dann die Welt wieder an zu leben?
Nur – dass dann die Häher goldgelb sind
und die Tannen violett?

Inge Rosnitschek-Schimmel ©

Publiziert in:
„Philodendron – Zeitschrift für Literatur und Grafik“ Nr. 25, 1985 (Edition LEU, Zürich CH) Anthologie „Die Farben der Natur“ 1995 (Kasskara-Verlag Norderstedt)
„Blindgänger – des Zaunkönigs Botschaft“ 2004 (BoD).


Kontakt

Website: www.blindeflechtenamenlos.jimdo.com
E-Mail: rosnitschek-schimmel@gmx.de
Telefon: 09151 / 6113

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Werk

Winterreise (2007)
„Das greise Haupt - umflogen von Corvus, Freund und Verfolger“ (Ausschnitt)
Seidenmalerei
50 x 60 cm

Flechtenprojekt (2010/11)
„Seltsames Figurentheater im Steinwald: Stereocaulon pileatum“ (Ausschnitt)
Zeichnung (Pastell, Farbstift, Tusche)
40 x 40 cm

Moderne Vogelmalerei: MoVo (2005)
„Metamorphose eines Silberreiherkükens“
Seidenmalerei
30 x 40 cm
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