Kunstmuseum steht still in Coronatagen

 


 

Liebe Kunstfreunde und Förderer des Kunstmuseums Hersbruck:

 


 

Allerorten entfallen kulturelle Veranstaltungen. Auch auf die gewohnten Kulturveranstaltungen des rührigen Teams des Kunstmuseums Hersbruck am Spitaltor müssen Sie schon eine Weile verzichten – und ein Ende ist nicht in Sicht.

 

Weder Museumsbesuche noch Veranstaltungen der lebendigen Kunstszene in Hersbruck und Umgebung sind derzeit möglich. Ausgerechnet im 20. Jahr seit Gründung des Kunstmuseums statt Feierlichkeiten zum Jubiläum ein unfreiwilliger Stillstand. In diesen Tagen wäre die Ausstellung des „Zimmermuseums“, die interessante Einblicke in die Sammlung des Laufer Ehepaars Appelt gegeben hat, zu Ende gegangen. Durch die Ausgangsbeschränkungen mussten wir bereits zur Halbzeit der Ausstellung das Museum sperren. Bei der Vernissage und in den Wochen danach hatten viele Kunstinteressierte die Ausstellung gesehen. Auch ein Theaterstück zwischen den Exponaten über den „erweiterten Kunstbegriff“ von Josef Beuys war gut besucht. Das Museumsteam freut sich über die ausführlichen Berichte der HZ, denn so bekamen auch diejenigen eine Idee von den Kulturveranstaltungen, die keine Zeit für einen Besuch in dem kleinen Ausstellungshäuschen am Spitaltor gefunden haben.

 

Nun steht fest, dass es zumindest bis Ende der Sommerferien keine Veranstaltungen geben kann. Das Programm nun ein halbes Jahr nach hinten zu verlegen, erscheint uns als praktikabelste Lösung. Die nächste Ausstellung mit den „Wundbildern“ des in Hersbruck geborenen und mit seinen Bildern einst sogar auf der Biennale Venedig vertretenen Künstlers Walter Raum (siehe Werkfoto oben) soll am 1. Oktober 2020 eröffnet werden. Die zu diesem Zeitpunkt ursprünglich geplante Ausstellung „ Leere Rahmen im Gepäck“ über die Kriegsgeneration von regionalen Künstlern, die später “ die Verschollenen” genannt wurden, rückt damit in das Jahr 2021. Die Mitgliederausstellung unseres Fördervereins im Hirtenmuseum soll voraussichtlich wie geplant ab Oktober stattfinden.

 

Im Sommer war eigentlich ein Fest zum 20-jährigen Bestehen des Museums im „Skulpturengraben“ am Museum geplant. Da auch der Kunstmarkt im Stadthaus heuer zum 20. Mal stattfindet, planen wir die Feierlichkeiten später im Jahr mit dem Kunstmarkt zusammenzulegen. Termine werden dann im Herbst über Presse und Webseite des Museums bekannt gegeben. Die zum Museums-Jubiläum von der befreundeten Hersbrucker Bücherwerkstatt geplante Wochenendausstellung „Edition Brändle“ des gleichnamigen Buchdruckkünstlers corn.elius Brändle aus Berlin kann hoffentlich nachgeholt werden.

 

Über die Durchführung eines bei der Bevölkerung nach zwei Runden bereits sehr beliebten „Umsonst und Draußen“- Ereignisses, nämlich „Kunst im Fluss“ an den Ufern der Pegnitz wird vom Kurator Christoph Gerling noch mit dem Bürgermeister verhandelt. Da diese Ausstellung vom Team des Kunstmuseums in den letzten beiden Jahren bewusst zeitgleich mit dem Gitarrenfestival veranstaltet worden war, ist, gekoppelt an die Entscheidung über das Gitarrenfestival, auch diese Freiluftveranstaltung noch in der Schwebe. Möglicherweise werden wir also „Kunst im Fluss“ auf den Sommer 2021 verlegen. Pluspunkt dabei wäre, dass bis dahin wahrscheinlich der Bau der Brücke am Wassertor beendet sein könnte. Allen Kunstfreunden wünsche ich: „kommt gut durch diese Zeit und seht auf die positiven Seiten, die dieses zwar erzwungene, aber wohltuende Zur-Ruhe-Kommen beinhaltet“! Eine Möglichkeit, die größere Museen derzeit fleißig nutzen, ist das zur Verfügung stellen von Online-Galerien. Dazu fehlen uns ehrenamtlichen Museumsmachern leider die Kapazität und die Mittel. Empfehlen kann ich die Webseite des Germanischen Nationalmuseums unter www.gnm.de, in der jede Woche der in Hersbruck ansässige Generaldirektor Daniel Hess neue virtuelle Rundgänge mit Erläuterungen einstellt

 


 

Ihr Museumsleiter Uli Olpp und das gesamte Team

 

AUSSTELLUNGSABSCHIED NUR IN BILDERN

Gerne hätten Wilfried Appelt und das Museumsteam diese wunderbare Ausstellung noch vielen Menschen zugänglich gemacht. Die Corona-Krise hat uns auch da einen Strich durch die Rechnung gemacht. In Fotos können wir einige Momente der Schau einer außergewöhnlichen Privatsammlung noch einmal sichtbar machen. Die Bilder von der Vernissage sind von Gerd Dollhopf, der Rest von Wilfried Appelt.


  REGIONALE KUNST     AUSSTELLUNGEN     ARCHIVARBEIT

Sie wollen das Museum mit einer Spende unterstützen? Vielen Dank! Reihen auch Sie sich ein in den Kreis der Unterstützer.
Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und über jede Zuwendung.

Unsere Spendenkonten

Raiffeisenbank Hersbruck
IBAN DE88 7606 1482 0000 0243 33
BIC GENODEF 1HSB

Sparkasse Nürnberg
IBAN DE81 7605 0101 0190 0059 59
BIC SSKN DE77